Die Jarrestadt stellt ein prägendes Wohngebiet im Stadtteil Winterhude dar und wurde im Jahre 2020 in das Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ aufgenommen. Das Quartier zu entwickeln, ist ein wichtiges Vorhaben – auch über den Förderzeitraum des Bundesprogramms hinaus. Daher hat es nicht nur für den Bezirk Hamburg-Nord Relevanz, sondern für die Freie und Hansestadt Hamburg im Allgemeinen. Dementsprechend freut sich die Bezirkskoalition – bestehend aus den Fraktionen von SPD, CDU und FDP – über die Entscheidung zur finanziellen Unterstützung der Jarrestadt durch Mittel aus dem Stadtentwicklungsfonds Lebendige Quartiere (StEF) sowie weiterer Quellen. Angedacht ist ein Betrag von 2,8 Millionen Euro, welcher unter bestimmten Voraussetzungen auf 3,6 Millionen Euro ansteigen kann.
Im Oktober 2025 hatte die Koalition in der Bezirksversammlung einen Beschluss gefasst, für die Entwicklung der Jarrestadt finanzielle Mittel in Höhe von 140.000 Euro zur Verfügung zu stellen – diese sind für den Zeitraum zwischen 2026 und 2030 vorgesehen. Bei dem Beschluss standen unter anderem Projekte für die Fortsetzung des Quartiersmanagements, die Attraktivitätssteigerung der Frei- und Grünflächen, die Fortführung der städtebaulichen Erhaltungs- und Entwicklungsstrategie sowie die Stärkung der soziokulturellen Infrastruktur im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund begrüßt die Bezirkskoalition es ausdrücklich, dass die zuständigen Behörden auf Landesebene diese Zielsetzung für die Jarrestadt ebenfalls unterstützen und weiter vorantreiben.
Carsten Gerloff (SPD), Sprecher im Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude:
„Die Jarrestadt ist weit mehr als ein historisches Wohnquartier – sie ist ein lebendiger und lebenswerter Teil Winterhudes, in dem Nachbarschaft, soziale Infrastruktur und urbane Lebensqualität auf besondere Weise zusammenkommen. Für uns als SPD ist klar: Die gezielte Weiterentwicklung der Jarrestadt durch Stadt und Bezirk stärkt nicht nur den Zusammenhalt vor Ort, sondern macht Hamburg insgesamt noch lebenswerter.“
Ekkehart Wersich (CDU), Sprecher für Stadtentwicklung:
„Wir als CDU begrüßen die Möglichkeiten, die sich aus der Mischfinanzierung der unterschiedlichsten Töpfe für eine Fortsetzung der Quartiersentwicklung in der Jarrestadt ergeben. Die Erarbeitung eines Mobilitätskonzeptes hat dabei eine besondere Priorität – ausdrücklich alle Verkehrsteilnehmer sollen hier Berücksichtigung finden, auch um zukünftige Auseinandersetzungen wie um den zentralen Grünzug in der Jarrestadt zu vermeiden.“
Claus-Joachim Dickow (FDP), Sprecher für Stadtentwicklung:
„Die Jarrestadt ist als Teil des Backsteingürtels um die innere Stadt ein wichtiger Bestandteil der stadtnahen zentralen Wohnquartiere. Gemeinsam mit Bund und Land stellen wir gerne Mittel dafür bereit, die Jarrestadt auch weiterhin als attraktives Gebiet im Herzen unseres Bezirks zu erhalten und fortzuentwickeln. Dabei sollen neben der sozialen Infrastruktur insbesondere auch die Mobilitätsanforderungen aller Bewohner berücksichtigt werden.“
Zum Hintergrund:
In ihrer Sitzung am 16. Oktober 2025 folgte die Bezirksversammlung einer Empfehlung des Haushaltsausschusses zur Thematik. Die Mitglieder des Fachausschusses sprachen sich einstimmig dafür aus, fünf Projekte, die eng mit der Jarrestadt verbunden sind, finanziell zu fördern. Die zugehörige Drucksache kann unter Nummer 22-1410.2 nachvollzogen werden: https://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015771
