von Carsten Gerloff (SPD), Martin Fischer (CDU), Claus-Joachim Dickow (FDP)
SPD, CDU und FDP in Hamburg-Nord bekennen sich ausdrücklich zur aktiven Erinnerung an die Opfer rechter Gewalt und zum würdevollen Gedenken an Mehmet Kaymakçı. Sein rassistischer Mord im Jahr 1985 bleibt Mahnung und Auftrag zugleich: Rechtsextremismus, Menschenfeindlichkeit und Rassismus dürfen niemals relativiert oder vergessen werden. Deshalb unterstützen wir die bestehende und gemeinsam mit den Initiativen abgestimmte Form des Gedenkens.
Nach den umfangreichen Veranstaltungen zum 40. Todestag von Mehmet Kaymakçı und Ramazan Avcı haben die beteiligten Initiativen deutlich gemacht, dass sie sich für das Jahr 2026 ausdrücklich ein stilles und würdiges Gedenken im kleineren Rahmen wünschen. Diesen Wunsch respektieren wir.
Erinnerungskultur darf nicht über die Köpfe derjenigen hinweg organisiert werden, die diese Arbeit seit Jahren mit großem Engagement tragen. Wir halten es daher nicht für zielführend, anstelle der abgestimmten Planung der Initiativen eine zusätzliche, „von oben“ beschlossene Veranstaltung festzulegen.
Erinnerungskultur braucht Sensibilität, Kontinuität und die enge Einbindung derjenigen, die diese Arbeit seit Jahren tragen – nicht jährliche Symbolpolitik.
Carsten Gerloff (SPD), Sprecher für Kultur; Martin Fischer (CDU), Fraktionsvorsitzender; Claus-Joachim Dickow (FDP), Fraktionsvorsitzender:
„Die Erinnerung an Mehmet Kaymakçı und Ramazan Avcı bleibt ein fester Bestandteil unserer bezirklichen Verantwortung. Gemeinsam mit den Initiativen setzen wir auch in diesem Jahr ein klares Zeichen gegen Rassismus und für eine lebendige Erinnerungskultur – bewusst in einem kleineren, stilleren Rahmen. Gleichzeitig ist uns wichtig, antirassistische Arbeit nicht nur öffentlich sichtbar zu machen, sondern auch innerhalb der Verwaltung weiter zu stärken. Erinnerung bedeutet für uns deshalb immer auch Reflexion, Haltung und konkretes Handeln gegen Diskriminierung im Alltag.“
Bildunterschrift:
Foto erstellt mit KI (Chatgpt)
