von Tina Winter (SPD), Ekkehart Wersich (CDU), Claus-Joachim Dickow (FDP)

Die im Stadtteil Groß Borstel gelegene Borsteler Chaussee stellt eine wichtige Verkehrsader dar – einerseits als wichtige Straße für den Durchgangsverkehr und andererseits als Lebensader des Stadtteils. Im Rahmen des RISE-Prozesses (Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung) wurde beschlossen, diese Straße für alle Verkehrsteilnehmer sinnvoll weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Bindung des Stadtteils „über die Straße hinweg“ zu stärken. In ihrem gemeinsamen Antrag unterstützen die Fraktionen von SPD, CDU und FDP dieses Anliegen. Um es zu erreichen, fordert der Antrag, das Verkehrsaufkommen in der Straße selbst zu regulieren, indem das Nedderfeld in die planerischen Betrachtungen mit einbezogen wird. Bei Letzterem sollen wiederum erneut Entlastungsmaßnahmen wie der Ausbau in unterschiedlicher Größenordnung sowie Verkehrslenkungsmaßnahmen geprüft und parallel zum Umbau der Borsteler Chaussee umgesetzt werden.

Mit diesem Gesamtpaket soll sichergestellt werden, dass die Borsteler Chaussee für den Radverkehr und für Fußgänger attraktiver wird, beispielsweise durch die Ertüchtigung der Nebenflächen. Sofern für dieses Ziel Parkplätze entfallen müssen, soll hierfür angemessener Ersatz geschaffen werden – auch unter Heranziehung innovativer Ansätze. Der Einzelhandel soll im Rahmen dieser Maßnahmen geschützt werden. Daher zielt der Antrag darauf, die verschiedenen Aspekte Fußverkehr, Radverkehr und ruhender Verkehr miteinander in Einklang zu bringen.

Tina Winter (SPD), Fraktionsvorsitzende:
„Nach einer Phase der Bürgerbeteiligung geht es nun mit den Planungen der Umgestaltung der Borsteler Chaussee voran. Von dieser Maßnahme werden alle Verkehrsteilnehmenden, aber vor allem auch die Menschen in Groß Borstel selbst profitieren. Im Gesamtpaket geht es nicht nur um die Neugestaltung des Straßenraums, sondern auch um die Steigerung der Attraktivität der Gehwege bis hin zur Entwicklung einer kleinen marktähnlichen Fläche. Die gewünschte Verkehrsberuhigung wird aber nur dann eintreten, wenn perspektivisch der Durchgangsverkehr auf dieser für den gesamtstädtischen Verkehr wichtigen Straße reduziert wird. Hier ist es uns wichtig, dass das Nedderfeld in die Planungen mit einbezogen wird und Verkehre dorthin umgeleitet werden. Hier muss geprüft werden, ob es dafür baulicher Veränderungen bedarf oder schon einfachere umzusetzende Maßnahmen den gewünschten Erfolg erzielen. Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass die Planungen demnächst zügig von der zuständigen Verkehrsbehörde vorangetrieben werden.“

Ekkehart Wersich (CDU), stellvertretender Fraktionsvorsitzender:
„Wir als CDU begrüßen die Möglichkeiten, die das RISE für den stark wachsenden Stadtteil Groß Borstel mit sich bringt. Verkehrsberuhigungen sind seit Jahrzehnten Thema im Stadtteil, die Borsteler Chaussee ist aber noch immer eine benötigte Verkehrsverbindung mangels per B-Plan festgesetzter Realisierung des 4-spurigen Ausbau Nedderfeld als Entlastung. Jetzt muss geprüft werden, was geht und was nicht.“

Claus-Joachim Dickow (FDP), Fraktionsvorsitzender:
„Die Borsteler Chaussee muss auch in Zukunft ihren beiden Aufgaben als Mittelpunkt des Stadtteils und leistungsfähiger Verkehrsweg für alle Verkehrsteilnehmer nachkommen können. Unser Ziel ist es daher, dem motorisierten Durchgangsverkehr mit einem ausgebauten Nedderfeld eine attraktive Alternative zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wollen wir die zum Teil schwierige Situation für Radfahrer und Fußgänger verbessern und das Umfeld für den Einzelhandel, insbesondere auch den Wochenmarkt, optimieren.“

Zur Drucksache:
Der Antrag in seiner beschlossenen Version kann unter Drucksachennummer 22-1655 eingesehen werden: https://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016640