Mehr Schutz vor dem Eichenprozessionsspinner – Geeignete Maßnahmen prüfen und anwenden

Aufgrund der warmen und trockenen Sommer der letzten Jahre hat sich der Eichenprozessionsspinner in Deutschland immer stärker vermehrt. Die Brennhaare der Raupen sind mit dem Nesselgift Thaumetopein versehen und sind für Mensch und Tier sehr gefährlich. Sie lösen allergische Reaktionen aus, die bis zu Bronchitis, Asthma, Bindehautentzündung oder Schockreaktionen führen können.

Seit 2018 steigen die Populationen des EPS bundesweit stetig und besorgniserregend an. In Hamburg musste im Südosten die Verkehrsbehörde einen Autobahnabschnitt sperren, damit die Schädlingsbekämpfer gegen die Raupen vorgehen konnten. Das betraf die A1 und Zubringer auf die A25 und von der A255. Die Kosten, die Hamburg aufgrund der Bekämpfung des EPS bislang schon zu tragen hatte, liegen bei über 140.000, – €. Auch der Bezirk Wandsbek musste im Jahr 2019 feststellen, dass am Deelwischredder und am Bramfelder See die Populationen im Vergleich zum Vorjahr gewaltig angestiegen waren, und ein künftig stärkeres und vollumfängliches Vorgehen gegen den EPS erforderlich sein wird.

Die Antworten der Bezirksamtsleitung in HH-Nord auf die zwei bereits von der CDU-Fraktion gestellten Kleinen Anfragen, lassen beim Leser allerdings eher den Eindruck zurück, dass das Problem hier weniger ernst genommen – und auch verspätet wahrgenommen – wurde. Die Ablehnung der vielerorts bewährten Baumringfalle, die auch in Wandsbek genutzt wird, ohne ein entsprechendes Projekt vorab, kann nicht die richtige Vorgehensweise sein, ebenso wie der, möglicherweise ideologisch bedingte, Verzicht auf Biozide. Und ein Absperrband kann befallene Bäume und Regionen kennzeichnen, den EPS von einem Befall abzuhalten vermag es ganz sicher nicht. Hier sind im Interesse des Gesundheitsschutzes der Bewohnerinnen und Bewohner unseres Bezirks die bewährten Lösungen, die auch in vielen süddeutschen Städten und Gemeinden zur Anwendung kommen, unverzichtbar.

BV-Antr-20-13-Eichenprozessionsspinner