Halbherzige Fahrradstraße an der Kreuzung Leinpfad/Maria-Louisen-Straße

von Frau Caroline Mücke-Kemp, CDU

Sachverhalt:
Die Baumaßnahmen zur Einrichtung der Fahrradstraße Leinpfad wurden im Juli 2017 abgeschlossen und 2019 von einem externen Ingenieurbüro evaluiert. Die Evaluation ergab, dass die Fahrradstraße Leinpfad frequentiert benutzt wird und ein Rückgang an Autofahrern zu verzeichnen ist. Dies führt dazu, dass sich zu Stoßzeiten Fahrradfahrer und Autofahrer auf der
Maria-Louisen-Straße Ecke Leinpfad gegenseitig ausbremsen. Die vorhandene Sprunginsel in
der Mitte der Maria-Louisen-Straße bietet lediglich Platz für 2-3 Fußgänger und die vorhandene Ampeln, deutlich links und rechts von der Sprunginsel, werden nur von wenigen einzelnen Fahrradfahrern für die Überquerung vom südlichen in den nördlichen Teil des Leinpfad benutzt. Dies führt zu Stoßzeiten zu einem regelrechten Stau an Autos und Fahrrädern, der möglicherweise durch eine bedarfsgesteuerte Ampel verhindert werden könnte. Die aktuelle Situation teilt die vermeintliche Fahrradstraße in zwei Hälften und bremst alle Verkehrsteilnehmer im Berufsverkehr aus.


Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt Hamburg-Nord:

  1. Wäre es möglich, eine Ampelschaltung zu installieren, um das Überqueren für Fußgänger
    und Fahrradfahrer zu vereinfachen?
    Der Abstand zur nächsten Ampel beträgt unter 100 m, so dass aus Sicherheitsgründen i.d.R.
    keine Ampel von den Straßenverkehrsbehörden angeordnet wird.
    Die Beurteilung und mögliche Anordnung obliegt der BIS/VD5 als zuständige Straßenverkehrsbehörde.

  2. Welche Kosten verursacht eine bedarfsgesteuerte Ampel an der Kreuzung Maria-Louisenstraße Ecke Leinpfad?
    Diese Frage ist vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zu beantworten.
  3. Müssten Kontaktschleifen im Leinpfad verlegt werden? Wenn ja, was würde dies kosten?
    Diese Frage ist vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zu beantworten.
  4. Wie viele bedarfsgesteuerte Ampeln gibt es derzeit in Hamburg? Wie viele davon befinden
    sich im Bezirk Hamburg-Nord? Bitte nach Standort aufschlüsseln.
    Diese Frage ist vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zu beantworten.
  5. Gibt es Absichten für weitere Evaluationen der Fahrradstraße Leinpfad? Wenn ja, wie und wann sollen diese stattfinden? Wenn nein, warum nicht?
    Der Bezirk plant neben durchgeführter und planerisch üblicher Evaluation nach ca. einem Jahr,
    wie die Maßnahme angenommen wird, keine Langzeitevaluation. Grundsätzlich werden die
    Verkehrssituationen aber zusammen mit den örtlichen Polizeikommissariaten im Rahmen der
    Koordinierungsfahrt (Kofa) beobachtet. Ob die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) im Rahmen des Bündnisses für Radverkehr an dieser Stelle Verkehrserhebungen o.ä. plant ist derzeit nicht bekannt.

  6. Wie viele Unfälle haben sich seit Einrichtung der Fahrradstraße im Leinpfad an der Ecke Maria-Louisen-Straße ereignet?
    Diese Frage ist von der Behörde für Inneres und Sport (BIS) zu beantworten. Es wird empfohlen, zu den Fragen 1 bis 4 ein Auskunftsersuchen gem. § 27 BezVG zu stellen.

    24.07.2019
    Ralf Staack