von Martin Fischer, Stefan Baumann (CDU), Banu Dalmis, Helen Hauser, Martina Schenkewitz (SPD), Claus-Joachim Dickow, Konstantin Bonfert, Ron Schumacher (FDP)
Die Zahl der Menschen, die in Deutschland auf ein lebensrettendes Organ warten, ist weiterhin besorgniserregend hoch. Während die grundsätzliche Spendenbereitschaft in der Bevölkerung laut Umfragen groß ist, scheitert die Umsetzung oft an fehlenden Informationen oder der Hürde, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Das Bezirksamt Hamburg-Nord ist mit seinem Foyer ein zentraler Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger. Dieser Raum bietet eine hervorragende Gelegenheit, niedrigschwellige Aufklärungsarbeit zu leisten. Durch eine themenbezogene Ausstellung können Mythen abgebaut, rechtliche Rahmenbedingungen erläutert und die individuelle Entscheidungsfindung gefördert werden.
Besonders wirkungsvoll lassen sich solche Ausstellungen mit international etablierten Aktionstagen verknüpfen, um die mediale Aufmerksamkeit zu nutzen. Hierzu zählen beispielsweise:
- Der Welt-Nieren-Tag(jeweils im März), um auf die Bedeutung der Nierengesundheit und die Lebendorganspende aufmerksam zu machen.
- Der Tag der Organspende(jeweils am ersten Samstag im Juni).
- Der Tag der Herzdurchsicht oder ähnliche gesundheitsspezifische Gedenktage.
Eine Leihe einer geeigneten Wanderausstellung einer Institution, wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) oder der Medizinischen Hochschule Hannover würde eine fachlich fundierte und visuell ansprechende Aufbereitung sicherstellen.
Petitum
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
- Das Bezirksamt Hamburg-Nord möge sich dafür einsetzen, eine informative Ausstellung zum Thema Organspende im Foyer des Bezirksamtes zu präsentieren.
- In der Planung soll geprüft werden, inwieweit die Ausstellung zeitlich so terminiert werden kann, dass beispielsweise ihr Beginn einen Bezug zu relevanten Aktionstagen (z. B. Welt-Nieren-Tag oder Tag der Organspende) herstellt.
- Das Bezirksamt wird gebeten, bei der Kontaktaufnahme zu geeigneten Partnern wie der BZgA, der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) oder Hochschulen oder anderen Initiativen zu unterstützen, um eine kostenfreie oder kostengünstige und zudem rechtssicher erstellte Wanderausstellungen zu akquirieren.
- Zusätzlich soll wenn möglich begleitend zur Ausstellung Informationsmaterialien (wie Organspendeausweise oder Informationen zu Initiativen in Hamburg) gut sichtbar im Foyer zur Mitnahme ausgelegt werden,
- Dem Hauptausschuss ist über die Planung der Umsetzung und vorab über ggf. Anfallende Kosten, für die bezirkliche Mittel bereitzustellen wären, zu berichten.
