von Martin Albers (SPD), Ekkehart Wersich (CDU), Claus-Joachim Dickow (FDP)

 

Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in Hamburg-Nord sprechen sich dafür aus, den Gewerbestandort an der Alsterdorfer Straße langfristig zu sichern und städtebaulich weiterzuentwickeln. Sie unterstützen daher die vorliegende Planung und lehnen Forderungen zur Umwandlung des Gebietes in ein Wohn- oder Mischquartier ab.

Im April 2026 beschloss die Bezirksversammlung Hamburg-Nord auf Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses die Bebauungsplan-Entwürfe Alsterdorf 7 und 8 entlang der Alsterdorfer Straße. Dem vorausgegangen war das übliche Planverfahren mit der ersten Vorstellung im Stadtentwicklungsausschuss im September 2024 und der Beteiligung der Öffentlichkeit zwischen Ende November 2025 und Anfang Januar 2026. Grundlage der Planungen ist unter anderem das Gewerbeflächenkonzept für den Standort Alsterdorfer Straße, das die besondere Bedeutung des Gebietes für die wirtschaftliche Entwicklung Hamburg-Nords ausdrücklich hervorhebt. Ziel der Planungen bleibt es, gewerbliche Nutzungen im Quartier dauerhaft zu sichern und Entwicklungsperspektiven für Betriebe und Arbeitsplätze zu erhalten.

Eine im Februar gestartete Petition lehnt dagegen die Entwürfe des Planverfahrens ab. Sie erweckt dabei den Eindruck, Bezirkspolitik und Verwaltung würden bewusst die Entwicklung des Quartiers verhindern. Diese Darstellung weisen die Fraktionen von SPD, CDU und FDP zurück. Tatsächlich geht es darum, einen der wenigen verbliebenen innerstädtischen Gewerbestandorte in Hamburg-Nord langfristig zu sichern und gleichzeitig eine geordnete städtebauliche Entwicklung zu gewährleisten. Die Bebauungsplanverfahren wurden transparent, öffentlich und unter umfassender Beteiligung durchgeführt. Bürgerinnen und Bürger hatten mehrfach Gelegenheit, Stellungnahmen einzureichen und ihre Interessen einzubringen. Dabei gingen nur vereinzelt Eingaben ein, die eine grundsätzliche Umwandlung zugunsten von Wohnungsbau gefordert haben.

Hamburg steht ohne Zweifel vor großen Herausforderungen im Wohnungsbau. Ebenso wichtig ist jedoch der Erhalt funktionierender Gewerbeflächen innerhalb der Stadt. Handwerk, Dienstleistungen, kleinere Betriebe und Arbeitsplätze dürfen nicht zunehmend an den Stadtrand verdrängt werden. Gerade urbane Bezirke wie Hamburg-Nord brauchen eine ausgewogene Mischung aus Wohnen und Arbeiten.

Daher sehen die Fraktionen die Forderung nach einer Umwandlung des Gebietes in ein Wohn- oder Mischgebiet kritisch. Eine schrittweise Verdrängung von Gewerbe würde den Charakter des Standorts dauerhaft verändern und wichtige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten im Bezirk einschränken. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP werden die weiteren Planungsverfahren weiterhin konstruktiv begleiten und dabei sowohl die Interessen der Anwohnerschaft als auch die langfristigen Entwicklungsinteressen des Bezirks berücksichtigen.

 

Martin Albers (SPD), Sprecher für Stadtentwicklung:
„Hamburg braucht Wohnungen – aber Hamburg braucht auch Arbeitsplätze und funktionierende Gewerbestandorte. Stadtentwicklung bedeutet, beide Interessen verantwortungsvoll miteinander in Einklang zu bringen. Der Spekulation mit Gewerbeflächen in der Hoffnung auf eine spätere Planrechtsänderung zugunsten von Wohnen erteilen wir hingegen eine klare Absage.“

 

Ekkehart Wersich (CDU), Sprecher für Stadtentwicklung:
„Wohnen und Arbeiten – Stadt der kurzen Wege: Diesen Anspruch finden wir in fast allen Wahlprogrammen. Das Handwerk weiter in das Umland zu verdrängen ist der falsche Weg. Wo gewohnt wird, hat störendes Gewerbe keine Chance. Wir schaffen Planungssicherheit für bestehendes und künftiges Gewerbe in den Gebieten der Bebauungspläne Alsterdorf 7 und Alsterdorf 8.“

 

Claus-Joachim Dickow (FDP), Fraktionsvorsitzender:
„Die FDP-Fraktion hält wohnortnahe Gewerbestandorte auch weiterhin für wichtig, damit z.B. der Klempner nicht aus Oststeinbek kommen muss. Aber auch Tischler, Kfz-Werkstätten oder Pflegedienste brauchen Platz in unseren Quartieren. Wir sprechen uns für die Sicherung des Standortes an der Alsterdorfer Straße aus, um der Bevölkerung und den Handwerkern und Dienstleistern weiterhin kurze Wege zueinander ermöglichen.“

 

Bildunterschrift:
Foto: Ekkehart Wersich (©CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Nord) mit Gemini Google