Afrotopia culture + innovation ist als Kultur-, Bildungs- und Begegnungsort der Schwarzen Community fest in Hamburg-Nord verankert. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP wollen nun dabei unterstützen, eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für die langfristige Zukunft der Einrichtung zu entwickeln. Für eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sollen bis zu 6.000 Euro aus Mitteln des Quartiersfonds zur Verfügung gestellt werden.

Die Einrichtung realisiert in der ehemaligen Bugenhagenkirche ein breites Kultur-, Bildungs- und Beratungsangebot. Als niedrigschwelliger Ort für Begegnung und Austausch arbeitet sie mit unterschiedlichen lokalen Akteuren zusammen und ist über ihren Standort und ihre Arbeit eng mit Hamburg-Nord verbunden. Derzeit wird Afrotopia vollständig privat betrieben und finanziert. Eine öffentliche Förderung erhält die Einrichtung bislang nicht.

Steigende Betriebs- und Energiekosten, perspektivischer Investitions- und Sanierungsbedarf sowie die bestehenden Nutzungsmöglichkeiten stellen die langfristige Finanzierung jedoch vor Herausforderungen. Mit der geplanten Untersuchung sollen deshalb verschiedene Zukunftsmodelle auf ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit geprüft werden. Neben einer Fortführung des bisherigen Betriebs sollen dabei auch eine Weiterentwicklung des Nutzungskonzepts und mögliche öffentlich geförderte Modelle betrachtet werden. Dazu gehört auch die Frage, welche Chancen und Voraussetzungen mit einer möglichen Weiterentwicklung zu einem Stadtteilkulturzentrum oder einem Kulturzentrum von gesamtstädtischer Bedeutung verbunden wären.

Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP beantragen daher, Afrotopia für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung bis zu 6.000 Euro aus dem konsumtiven Quartiersfonds zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse sollen anschließend im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport vorgestellt und beraten werden.

 

Silvia Schmidt (SPD), haushaltspolitische Sprecherin:
„Bezirksmittel sollen die Vielfalt unserer Gesellschaft nicht nur abbilden, sondern unterschiedliche Perspektiven und Communities auch gezielt fördern und stärken. Afrotopia ist als Kultur- und Begegnungsort ein wichtiger Anker für die Schwarze Community und bereichert unseren Bezirk enorm. Mit der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für Afrotopia nutzen wir den Quartiersfonds, um fundiert zu prüfen, wie eine langfristige und tragfähige Finanzierung aussehen kann, die diesen Standort dauerhaft sichert.“

 

Martin Fischer (CDU), Fraktionsvorsitzender:
„Für uns als CDU ist es wichtig, dass über die Zukunft von Afrotopia auf Grundlage belastbarer Zahlen und klarer wirtschaftlicher Perspektiven entschieden wird. Die Einrichtung ist fest in Hamburg-Nord verankert, wird bislang aber vollständig privat betrieben und finanziert. Mit der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung schaffen wir zunächst eine fundierte Entscheidungsgrundlage und prüfen ergebnisoffen, welche Modelle langfristig tragfähig sind. Erst auf dieser Basis kann anschließend über die weitere Entwicklung beraten werden.“

 

Konstantin Bonfert (FDP), Sprecher für Kultur:
„Afrotopia gibt Schwarzen Perspektiven in Hamburg einen Ort – bisher getragen allein vom Engagement derer, die ihn aufgebaut haben. Dieses Engagement soll weitergehen können. Deshalb ist es richtig, jetzt sorgfältig hinzuschauen, welches Modell den Ort langfristig trägt: Erst die Zahlen, dann die Entscheidung. Was sich hier entwickelt, hat Bedeutung weit über den Bezirk hinaus – und ich bin zuversichtlich, dass sich gemeinsam mit der Landesebene eine tragfähige Perspektive finden lässt.“

Hier geht es zum Antrag 

Bildunterschrift:
Martin Fischer vor den Türen von Afrotopia – mit Canva AI erstellt.

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