Kellinghusenstraße: Bremsen SPD und GRÜNE in Hamburg-Nord die Busbe- schleunigung für unnötige Fahrradstreifen aus?

Busse teilen sich zukünftig mit PKW und LKW nur noch eine Fahrspur je Fahrtrichtung – weil rot/grün Fahrradstreifen will.

Im Regionalausschuss Eppendorf/Winterhude vom vergangenen Montag stellte der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer in Öffentlicher Sitzung im Auftrag des SPD geführten Senats umfangreiche bauliche Veränderungen im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms der Haltestelle U-Bahn Kellinghusenstraße vor.

In der ersten Planverschickung heißt es u.a. „Im Zuge des Umbaus der Haltestelle ist vorgesehen den nicht benutzungspflichtigen Radweg zu Gunsten der teilweise untermaßigen Gehwege zurückzubauen und in beiden Fahrtrichtungen einen Radfahrstreifen auf der vorhandenen Fahrbahn einzurichten. Hierfür wird pro Fahrtrichtung ein Fahrstreifen aufgehoben“.

Hintergrund: Da es sich bei der Kellinghusenstraße um eine Bezirksstraße handelt, hat der Bezirk erhebliches Mitspracherecht in Bezug auf die Gestaltung der Straße.

Die Koalitionäre in Hamburg-Nord (SPD und GRÜNE) unterstützten ausdrücklich die vorgestellten Planungen gestern und lehnten den CDU Antrag („Das Bezirksamt wird zu einer fristgerechten Stellungnahme (bis zum 6.11.2015) an den Landesbetrieb mit (u.a.) Hinweis auf die Aufrechter- haltung von je Fahrtrichtung 2 Fahrspuren auf der Kellinghusenstraße aufgefordert“) gemeinsam ab. Anwesende Bürger waren entsetzt.

Dazu Ekkehart Wersich, Fraktionsvorsitzender der CDU im Regionalausschuss Eppendorf/ Winterhude:
„Dieser Vorgang ist unglaublich – da werden Senatsmittel für die Busbeschleunigung zur Förderung des Radverkehrs im Bezirk verwendet – und Busse ausgebremst! Die stark frequentierte Bushaltestelle wird für Busse nicht etwa durch eine Busspur optimiert (Busbeschleunigung), son- dern durch Reduzierung auf einen Fahrstreifen mit anderen Verkehrsteilnehmern zukünftig ausgebremst (Entschleunigung). Völlig unnötig werden gut erhaltene Radwege zurückgebaut – Steuergelder verschwendet.“ Wir werden das in der nächsten Bezirksversammlung am 12. November erneut thematisieren.