Für Klein Borsteler zählt jede Minute – Wie schnell kommen Feuerwehr oder Rettungswagen?

Der LSBG hat Pläne zur Grundsanierung der Wellingsbütteler Landstraße vorgestellt. Hier wird eine Vollsperrung der Wellingsbütteler Landstr. ab 2021 für einen Zeitraum von ca. fünf Jahren in den Raum gestellt. Es sollen umfangreiche Sielbauarbeiten stattfinden, die anschließend als 2. Abschnitt im Wellingsbütteler Weg fortgesetzt werden. Die Baumaßnahme beginnt am Knoten der Straßen Fuhlsbüttler Straße/ Wellingsbütteler Landstraße. Als Folgemaßnahme plant der LSBG den Straßen-umbau im Wellingsbüttler Weg (2. Abschnitt). Der 2. Abschnitt verläuft von Borstels Ende bis Rolfinckstraße. Eine Umleitung des Verkehrs kann nur über Alte Land- straße oder Bramfelder Chaussee erfolgen.

Beide Umleitungen haben je eine Länge von 12 – 13 km! Die ersten beiden Bauabschnitte (BA 1.1 und BA 1.2, Bereich „Nadelöhr“ U-Station Klein Borstel) sind besonders kritisch zu betrachten, weil sie bei einer Vollsperrung durch die Rettungskräfte nicht auf Nebenstraße umfahren werden können. Bisher wurde kein Verkehrskonzept zu dieser einschneidenden Maßnahme vorgestellt. Die Einsatzfähigkeit von Rettungsdiensten und der Feuerwehr steht in Frage. Ein schnelles Eintreffen der Feuerwehr am Einsatzort nach ihrer Alarmierung bei Wohnungsbränden und im Rettungsdienst ist von herausragender Bedeutung für Leib und Leben der Menschen. Das Schutzziel der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) sieht vor, dass bei einem kritischen Brand die ersten zehn Funktionen binnen einer Hilfsfrist von spä- testens acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort sein müssen. Um die Sicherheit der Hamburger Bürger zu garantieren, hat dies nach den Empfehlungen der AGBF in 95 Prozent der Fälle zu gelingen.

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