von Tina Winter (SPD), Martin Fischer (CDU), Claus-Joachim Dickow (FDP)

Vor mehr als einem Jahr am 1. Mai fiel mit Unterzeichnung des Koalitionsvertrages der Startschuss für die Koalition aus SPD, CDU und FDP in Hamburg-Nord. Seitdem hat das Dreierbündnis in Zusammenarbeit mit der ebenso seit letztem Jahr amtierenden Bezirksamtsleiterin Dr. Bettina Schomburg viele wichtige Impulse im Bezirk gesetzt.

Anlässlich des angekündigten Jahresberichts der Bezirksamtsleiterin zur Arbeit des Bezirksamtes in der Bezirksversammlung am 25. Juni 2026 blickt auch die Koalition auf ihre Erfolge und angestoßenen Projekte zurück. Insgesamt hat die Koalition in diesem Zeitraum über 70 Anträge in die Bezirksversammlung und ihre Ausschüsse eingebracht. Darin wurden zahlreiche kleinere und größere Probleme adressiert, Lösungen angestoßen und Initiativen ergriffen.

So hat die Koalition beispielsweise in der Stadtentwicklung die langfristige Entwicklung von Quartieren in Langenhorn, in der Jarrestadt oder in Alsterdorf begleitet und dabei auch die Beteiligung lokaler Akteure gestärkt. Ebenso ist es ihr ein wichtiges Anliegen, die Versorgung mit Trinkwasserbrunnen und öffentlich zugänglichen Toiletten in Hamburg-Nord auszubauen. Hierfür ist es nach wie erforderlich, gegenüber der zuständigen Behörde effiziente Strukturen durchzusetzen und die Finanzierung sicherzustellen.  Insgesamt hat sich die Koalition für eine Verbesserung der Qualität, Sicherheit und Nutzung von öffentlichen Räumen eingesetzt: Dazu zählen etwa der Ausbau von Parksportangeboten, der Bau und die Sanierung der Häuser der Jugend in Barmbek und in Langenhorn, die Verbesserung der Sicherheit im Stadtpark,  die Entwicklung neuer Nutzungskonzepte für den Straßburger Platz als sozialen Treffpunkt nach dem Wegfall des Wochenmarktes und der Startschuss für das Projekt „Wände für alle“, um gemeinsam mit Jugendlichen legale Graffitiflächen im Bezirk zu gestalten. Aber auch kleinteiligere Maßnahmen wie das Anschieben der Sanierung von Sitzbänken oder das Aufstellen von Fahrradbügeln werten den öffentlichen Raum im Bezirk auf. Ein wegweisender Erfolg war es, nach Jahren des Stillstands endlich einen Weg zu finden, gegen illegal ablegte Kanus an den Ufern der Alster vorzugehen. Ebenso konnte der langgehegte Wunsch der Menschen in Groß Borstel realisiert werden, im Stavenhagenhaus juristisch abgesichert eine Gastronomie zu etablieren. Zusätzlich wurde die barrierearme Sanierung des Stavenhagenhauses erfolgreich auf den Weg gebracht.

Die Einweihung des Mahnmals „Jinas Beet“ an der Bebelallee im Gedenken an die iranische Protestbewegung „Frau, Leben, Freiheit“ Ende Mai war der Abschluss eines Projekts, dass die Koalition von Anfang an begleitet und auch finanziell unterstützt hat.

Ein immer wieder aufkommendes Thema waren trotz dieser Fortschritte die bezirkliche Finanzierung und die personellen Strukturen des Bezirksamts. Gegenüber der Umweltbehörde hat sich die Koalition gemeinsam mit der gesamten Bezirksversammlung dafür eingesetzt, dass die finanziellen Mittel in der Rahmenzuweisung Grün auskömmlich sein müssen. Ebenso wurde deutlich an die Landesebne signalisiert, dass Mittel für die Offene Kinder- und Jugendarbeit auch in Zukunft bedarfsgerecht zur Verfügung stehen müssen. Mit Blick auf die jetzt anstehende Bezirksverwaltungsreform hat sich die Koalition schon frühzeitig dafür eingesetzt, in diesem Prozess die Stellen der Regionalbeauftragten und die Ausstattung der Bezirke für eine professionelle Bürgerbeteiligung gestärkt wird. Beide Punkte sind in dieser Form bereits jetzt in das Eckpunktepapier des Senats eingeflossen.

Im Bereich der Vergabe öffentlicher Mittel der Bezirksversammlung ist der Koalition eine hohe Kontinuität wichtig, damit die breit aufgestellte Vereinslandschaft sowie die Kultureinrichtungen des Bezirks gut abgesichert bleiben – sowohl hinsichtlich des programmatischen Angebots, als auch gut sanierter Anlagen und Einrichtungen.

Vor diesem Hintergrund ziehen die Fraktionen von SPD, CDU und FDP eine positive Bilanz nach dem ersten Koalitionsjahr und bedanken sich gleichzeitig für die sehr gute Zusammenarbeit mit der Bezirksamtsleiterin. Ein Ausruhen auf den bereits vorhandenen Erfolgen wird es allerdings nicht geben: Nach der Sommerpause will die Koalition die weiteren Punkte des Koalitionsvertrages ebenso konsequent umsetzen und weiterhin daran arbeiten, den Bezirk lebenswert und zukunftssicher aufzustellen. 

Die Fraktionsvorsitzenden Tina Winter (SPD), Martin Fischer (CDU) und Claus-Joachim Dickow (FDP):

„Gemeinsam ist es uns in diesem ersten Jahr der Koalition gelungen, zentrale Zukunftsprojekte voranzubringen, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und konkrete Verbesserungen für die Menschen im Bezirk zu erreichen. Das war nur möglich durch die gute und engagierte Unterstützung durch das Bezirksamt.

Gerade mit Blick auf die finanziell angespannte Lage ist das besonders erfreulich. Deswegen war es uns im letzten Jahr auch immer wieder ein Anliegen gegenüber dem Senat zu betonen, dass das Bezirksamt gerade in so wichtigen Bereichen wie der Grünpflege oder der Offenen Kinder- und Jugendarbeit finanziell gut aufgestellt sein muss, um alle Aufgaben erledigen zu können. Wir freuen uns besonders darüber, dass wir beim Stavenhagenhaus, inzwischen auch was die Gastronomie betrifft, gute Fortschritte gemacht haben, dass sich Bau bzw. die Sanierung der Häuser der Jugend in Barmbek und Langenhorn auf gutem Weg befinden, dass das Problem der Schrottkanus endlich angegangen wurde und sich in Langenhorn die Rahmenbedingungen für das Kulturzentrum gut zurechtruckeln. Nun schaffen wir auch die Grundlagen für einen Bezirklichen Kontrolldienst.

Wir hatten in dieser Zeit nicht nur die Unterstützung des Bezirksamts, sondern auch immer wieder die von vielen, vielen Bürgerinnen und Bürgern. Dafür sei von Herzen gedankt!“

Bildunterschrift:
Collage erstellt mit Canva
Fotos:
Geldstapel: ©Christiane Lang
Nette Toilette:© Nette Toilette
Bootablagerung verboten-Schild: ©Bezirksamt Hamburg-Nord
Stavenhagenhaus, Hundezaun, Tauben, Organspende-Ausstellung, Jinas-Beet©CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Nord