Digitalisierung im Bezirksamtsneubau/Mit Antwort

von Dr. Andreas Schott, Matthias Busold (CDU)

Digitalisierung im Bezirksamtsneubau

Am 10. Februar 2021 haben der Senat und das Bezirksamt Hamburg-Nord bekannt gegeben, dass das Bezirksamt von Eppendorf nach Barmbek ziehen wird. Im Neubau Wiesendamm 30 wird das Amt dann Mieter der städtischen Immobilientochter Sprinkenhof GmbH. Neben neuen Räumlichkeiten für die Bedarfe des Bezirksamts kann hier vor allem ein Meilenstein für die bezirkliche digitale Infrastruktur gesetzt werden.

Vor diesem Hintergrund frage fragen wir den Herrn Bezirksamtsleiter:

  1. Hat es im Zuge der Konzeptionierung des Neubaus Wiesendamm 30 eine Bedarfsanalyse der IT-Infrastruktur für das Bezirksamt Hamburg-Nord gegeben? Wenn ja, wer hat diese erstellt? Wenn nein, warum nicht?
    Das Bezirksamt befindet sich in einem engen Abstimmungsprozess mit dem Realisierungsträger und späteren Vermieter, der Sprinkenhof GmbH. Hinsichtlich der IT-Planung wird das Bezirksamt in der aktuell befindlichen frühen Planungsphase bereits durch den IT-Dienstleister der öffentlichen Verwaltung Dataport begleitet. Bei allen Planungsinhalten werden die sich in den nächsten Jahren entwickelnden Anforderungen berücksichtigt.
  2. Wird das neue Dienstgebäude Wiesendamm 30 über eine Breitbandanbindung verfügen? Wenn ja, welcher Art, wenn nein, warum nicht?
    Ja, die beiden Gebäude am Wiesendamm 30 werden an das Glasfasernetz angeschlossen.
  3. Wie werden die Arbeitsplätze im Hinblick auf Digitalisierung im neuen Gebäude zukünftig ausgestaltet?
  4. Welche digitale Ausstattung sollen die Mitarbeiter erhalten?
    Zu 3. und 4.: Unabhängig vom Umzug an den Wiesendamm 30 wird die weitere Digitalisierung des Arbeitens im Bezirksamt und damit zusammenhängend die Hard- und Softwareausstattung vorangetrieben. Ziel ist es dabei u. a., die Flexibilität und Arbeitseffizienz zu steigern. Neben der Grundausstattung mit Notebooks und Headsets sind fachbereichsspezifische Anforderungen zu berücksichtigen.
  5. Wie wird sichergestellt, dass das Bezirksamt im Hinblick auf die stets fortschreitende Digitalisierung up-to-date bleibt? Die Bezirksämter haben mit einer gemeinsamen Digitalstrategie die Weichen für eine umfassende Digitalisierung der Bezirksverwaltung gestellt. Durch die Einrichtung einer neuen CDO-Organisation sind die Bezirksämter seit 1.9.2021 noch stärker aufgestellt, um die Herausforderungen in der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) und der Digitalisierung der Verwaltung gemeinsam zu meistern. Die CDO-Organisation bündelt dabei Digitalisierungsprojekte und arbeitet eng mit N/ITB sowie den Teams der Digitalen Transformation in den Bezirksämtern zusammen.
  6. Inwiefern werden moderne Arbeitsmethoden, wie Data Science und KI, in den Arbeitsalltag integriert?
    Bereits heute werden die genannten Themen und weitere vergleichbare Themen wie Automatisierung (Schlagwort „Robotic Process Automation“) in einzelnen Projekten in der Bezirksverwaltung aufgegriffen. Diese Entwicklung findet unabhängig vom Neubauprojekt des Bezirksamts Hamburg-Nord statt. Die Themen finden sich auch in der Digitalstrategie der FHH wieder.
  7. Wann wird der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung in die Neuplanungen hinsichtlich der digitalen Ausstattung einbezogen?
    Die Ausschüsse der Bezirksversammlung werden abhängig vom Planungsstand themen und anlassbezogen beteiligt.
  8. Welche Erfahrungen wurden beim Umzug des Bezirksamts Hamburg-Mitte im Hinblick auf Digitalisierung gemacht? Welche Dinge sollen übernommen und welche Dinge anders und verbessert werden?
    Das Bezirksamt steht hinsichtlich der Planung und Durchführung des Umzugs zu verschiedenen Themen in einem regelmäßigen Austausch mit den anderen Bezirksämtern und Dienststellen der FHH.

Michael Werner-Boelz
21.01.2022