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SPD, CDU und FDP: Stadtteilkultur im Bezirk Hamburg-Nord wird bereits umfassend gefördert

Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord betonen die große Bedeutung der Stadtteilkultur für das gesellschaftliche Leben im Bezirk. Kulturangebote vor Ort schaffen Begegnung, fördern den Zusammenhalt und ermöglichen vielen Menschen kulturelle Teilhabe. Gerade deshalb unterstützen sie seit Jahren zahlreiche Initiativen und Projekte mit Mitteln der Stadtteilkulturförderung.

 

Für das Jahr 2026 stehen dem Bezirk rund 72.000 Euro aus der Rahmenzuweisung der Kulturbehörde sowie zusätzliche Restmittel aus dem Vorjahr zur Verfügung. Diese Mittel werden bereits aktiv eingesetzt, um eine Vielzahl kultureller Projekte im gesamten Bezirk zu ermöglichen.

Allein im laufenden Förderjahr werden für das 2. Halbjahr 2026 unter anderem folgende Vorhaben unterstützt:

  • der Graffiti-Kurs „HipHop Academy goes Goldbekhaus“,
  • „Musik in der Waschküche“ von Jarrestadt-Leben e.V.,
  • das Veranstaltungsprogramm von Kapelle 6 e.V.,
  • das Projekt „Wonderwoman“ von Trickster e.V.,
  • das Adventskonzert der Martin-Luther-Gemeinde,
  • LiLaJam von Kulturmix Langenhorn,
  • das Demokratieprojekt „Cut the Hate“ der Zinnschmelze,
  • Jazz & Beats in der Kunstklinik,
  • das Filmprogramm von Wandelbilder,
  • sowie das Beteiligungsprojekt „Sprechende Bänke“.

Insgesamt wurden diese Projekte bereits mit mehreren zehntausend Euro gefördert. Das zeigt deutlich: Die Stadtteilkulturförderung wirkt bereits – vielfältig, über das ganze Jahr hinweg und in unterschiedlichen Stadtteilen unseres Bezirks. Zudem wird der Fördertopf für die zweite Jahreshälfte planmäßig ab Mai erneut geöffnet. Weitere Initiativen haben damit weiterhin die Möglichkeit, Fördermittel zu beantragen und Projekte umzusetzen.

Vor diesem Hintergrund sehen die Fraktionen von SPD, CDU und FDP derzeit keine Notwendigkeit, zusätzliche 20.000 Euro aus bezirklichen Mitteln bereitzustellen. Haushaltsmittel sind begrenzt, und die Bezirksversammlung trage die Verantwortung, diese Mittel sorgfältig und ausgewogen einzusetzen – auch mit Blick auf andere wichtige Aufgaben im Bezirk. Anders als die Fraktion der Grünen, die im Haushaltsausschuss Anträge mit höheren Fördersummen als vorhandenen Mitteln einreicht, stehen die Koalitionsfraktionen für einen soliden und solidarischen Haushalt. Für das laufende Jahr gilt daher: Die Stadtteilkulturförderung arbeitet, Projekte werden umgesetzt und es stehen weiterhin Mittel zur Verfügung, für die neue Anträge gestellt werden können.

Aus diesen Gründen werden die Fraktionen von SPD, CDU und FDP dem vorliegenden Antrag für die Bezirksversammlung in seiner aktuellen Form nicht zustimmen.

 

Carsten Gerloff (SPD), Kulturpolitischer Sprecher:

„Die Stadtteilkulturförderung funktioniert und erreicht bereits viele Projekte im gesamten Bezirk. Für das laufende Jahr stehen ausreichend Mittel zur Verfügung und der Fördertopf wird im Mai erneut geöffnet. Deshalb sehen wir aktuell keinen Bedarf für zusätzliche Mittel.“ 

Corinna Mieth-Gurke (CDU), Kulturpolitische Sprecherin:

„Stadtteilkultur ist ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens im Bezirk. Aber verantwortungsvolle Kulturpolitik bedeutet auch, mit öffentlichen Mitteln sorgfältig umzugehen. Solange ausreichend Fördermittel vorhanden sind, sehen wir daher keinen Anlass für zusätzliche Ausgaben.“

Konstantin Bonfert (FDP), Kulturpolitischer Sprecher:

„Die Deutschland-Koalition in Hamburg-Nord steht – wie die Freien Demokraten – für eine Politik, die rechnen kann. Stadtteilkultur verdient verlässliche Förderung, und genau die leisten wir bereits mit zahlreichen Projekten im gesamten Bezirk. Entscheidend ist dabei, dass wir Möglichkeiten und Grenzen transparent machen und Fördermittel verantwortungsvoll einsetzen. Wer hingegen mehr Mittel verplant, als tatsächlich zur Verfügung stehen, weckt Erwartungen, die am Ende nicht erfüllt werden können. Das hilft weder der Kultur noch den Initiativen vor Ort, sondern ist Wunschdenken auf Kosten solider Haushaltsführung.“