Kostenloses Trinkwasser im öffentlichen Raum ist ein wichtiger Beitrag zur Daseinsvorsorge. Deshalb sollen öffentliche Trinkwasserbrunnen auch in Hamburg-Nord künftig stärker ausgebaut werden. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP haben dazu einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der die Errichtung von Trinkwasserbrunnen einfacher, schneller und kosteneffizienter machen soll. 

Im zuständigen Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität bestand Einigkeit darüber, dass zusätzliche Trinkwasserangebote sinnvoll sind. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass das bisherige Verfahren und insbesondere die technische Prüfung durch Hamburg Wasser und die damit verbundenen Kosten eine Umsetzung erschweren kann.

Die Koalition setzt sich deshalb dafür ein, das Verfahren zu vereinfachen und transparenter zu gestalten. Ziel ist es, geeignete Standorte zügig zu prüfen, Kosten nachvollziehbarer zu machen und die Abstimmung zwischen Bezirksamt, BUKEA und Hamburg Wasser zu verbessern.

Zudem soll bei künftigen Um- oder Neugestaltungen an öffentlichen Orten grundsätzlich geprüft werden, ob Trinkwasserbrunnen integriert werden können. Wo möglich, soll die Umsetzung mit anderen Baumaßnahmen koordiniert werden, um Kosten zu senken.

Mit dem Antrag wollen SPD, CDU und FDP dazu beitragen, die Versorgung mit kostenfreiem Trinkwasser im Bezirk als Teil der Daseinsvorsorge und der Klimaanpassung pragmatisch voranzubringen.

Tina Winter (SPD), Fraktionsvorsitzende:

„Der Zugang zu Trinkwasser im öffentlichen Raum ist Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade dann, wenn die Sommer immer heißer werden, ist es wichtig, dass ausreichend Trinkwasserbrunnen oder Wasserspender so unkompliziert und kostenschonend wie möglich und ausreichend in Hamburg-Nord und in ganz Hamburg entstehen. Wir in Hamburg-Nord stehen hinter diesem Anliegen. Aus unserer Sicht ist es notwendig, hierfür ein deutlich schlankeres Verfahren als bislang vorgesehen zwischen den Bezirksämtern, der Umweltbehörde und Hamburg Wasser zu etablieren und insbesondere auch die Fragen der Finanzierung allseitig zu klären.“ 

Ralf-Martin Diedrich (CDU), Sprecher im Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität:

„Für uns als CDU ist kostenfreies Trinkwasser im öffentlichen Raum ein wichtiger Baustein moderner Daseinsvorsorge und eine konkrete Antwort auf heißere Sommer in der Stadt. Deshalb wollen wir mehr Trinkwasserbrunnen in Hamburg-Nord ermöglichen und bestehende Hürden abbauen. Unser Ziel ist, dass neue Standorte schneller realisiert werden können und die Umsetzung für alle Beteiligten klarer und verlässlicher wird. Dabei halten wir neue Trinkwasserbrunnen vor allem dort für sinnvoll, wo sie wirtschaftlich vertretbar, dauerhaft betreibbar und mit einem verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln umgesetzt werden können.“ 

Monika Grodt-Kuhn (FDP), Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität:

„Angesichts steigender Temperaturen und häufiger Hitzewellen gewinnt die öffentliche Wasserversorgung im urbanen Raum zunehmend an Bedeutung. Trinkbrunnen leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge, zur Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum und zur sozialen Teilhabe. Wir wollen Lösungen schaffen, die direkt bei den Menschen ankommen – einfach, effizient und nachhaltig.“

Hier geht es zum Antrag

Bildunterschrift:
@ Natascha Berwald CDU-Bezirksfraktion Hamburg-Nord