von Martin Fischer (CDU), Daniela Kerkow (SPD), Lars Jessen (FDP)
Die Regierungskoalition in der Bezirksversammlung Hamburg-Nord setzt sich für die Einrichtung einer direkten Busverbindung zwischen Norderstedt-Mitte und dem Hamburg Airport ein. Hintergrund ist das aktuell hohe Pkw-Aufkommen: Laut Senat erreichen rund 85 Prozent der Reisenden aus Norderstedt den Flughafen mit dem Auto. Dies führt insbesondere in den Morgen- und Abendstunden zu erheblichen Verkehrsbelastungen im Stadtteil Langenhorn und beeinträchtigt Wohngebiete sowie die Umwelt.
Bislang gibt es keine direkte ÖPNV-Verbindung zwischen Norderstedt und dem Flughafen. Fahrgäste müssen derzeit Umwege über die U1 und S1 nehmen, was mit längeren Reisezeiten und einer geringen Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs verbunden ist. Eine direkte Busverbindung ohne Umsteigen würde den ÖPNV deutlich stärken und die Erreichbarkeit des Flughafens für Pendler, Reisende und Gewerbetreibende verbessern.
Bereits am 17. Juli 2025 wurde das Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr der Stadt Norderstedt (StuV) im Rahmen des Prüfantrags A 25/0309 der Fraktion WiN-FW zur Änderung der Streckenführung der Buslinie 193 behandelt. Der Ausschuss hat einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu beauftragen, die Möglichkeiten und Bedingungen einer Busanbindung aus Norderstedt zur S-Bahn-Haltestelle Airport zu prüfen.
Eine verbesserte ÖPNV-Verbindung zwischen Norderstedt und dem Hamburg Airport liegt auch im Interesse des Bezirks Hamburg-Nord. Sie ist ein zentraler Beitrag zur Erreichung der Mobilitätsziele des Senats, fördert den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV und hilft, Emissionen zu reduzieren. Zudem würde sie die Verkehrsinfrastruktur im Bezirk, besonders im Stadtteil Langenhorn, spürbar entlasten.
Das Bezirksamt wird gebeten, auf die Stadt Norderstedt und die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) zuzugehen, um sich für die Einrichtung einer direkten Busverbindung zwischen Norderstedt-Mitte und dem Hamburg Airport einzusetzen. Dabei sollen insbesondere folgende Punkte geprüft werden: Eine Mögliche Linienführungen, die den Durchgangsverkehr durch Langenhorn entlasten. Fahrpläne und Fahrfrequenzen, die sich an den Hauptverkehrszeiten orientieren und welche Notwendige infrastrukturelle Maßnahmen dafür umgesetzt werden müssen.
Martin Fischer (CDU), Fraktionsvorsitzender: „Diese Initiative ist ein wichtiger Beitrag für eine zukunftsfähige Mobilität in Hamburg-Nord und Norderstedt. Unsere Verkehrspolitik soll den Alltag der Menschen in der Region einfacher machen. Für Pendler, Anwohner und Flugreisende gleichermaßen. Gleichzeitig leisten wir damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.“
Daniela Kerkow (SPD), Bezirksabgeordnete für Fuhlsbüttel, Alsterdorf, Groß Borstel und Ohlsdorf: „Um die Menschen zum Umstieg auf klimafreundlichere Verkehrsmittel zu bewegen, müssen diese attraktiver und verfügbarer werden. Eine direkte Busverbindung ohne lästiges Umsteigen und Parkplatzsuchen kann da ein Anreiz sein. So können auch die hohen Verkehrsbelastungen der Langenhorner Wohngebiete reduziert werden.“
Lars Jessen (FDP), Sprecher für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität: „Wenn wir auf die Entwicklung der Verkehrsströme in unserem Bezirk wirksam Einfluss nehmen wollen, müssen wir über die Bezirks- und Landesgrenzen hinausdenken. Nur mit attraktiven Verkehrsangeboten für die Menschen in Norderstedt können wir eine effektive Entlastung für die Stadtteile im Norden des Bezirks schaffen.“
