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Früh übt sich, wer die Regeln meistern will: Die Einführung einer Radverkehrsübungsfläche für Kinder im Bezirk Hamburg-Nord prüfen

von Tina Winter, Angelina Timm (SPD), Ralf-Martin Diedrich, Dr. Clarissa Bohlmann (CDU), Lars Jessen, Monika Groth-Kuhn (FDP)

Eine gute und frühzeitige Verkehrstüchtigkeit von Kindern ist die beste Voraussetzung, damit diese sich in Zeiten der Mobilitätzunahme besser und sicherer im Straßenverkehr zurechtfinden. Das frühzeitige Erlernen und Einüben von Verkehrsregeln ist dabei eine Grundvoraussetzung. Kleine Verkehrsübungsflächen mit Parcours für die kleinen Radfahrer und nachgestellten Regelsituationen können erheblich als spielerische Geschicklichkeits- und Lernübungen an geschützten Orten dabei unterstützen, sicher mit dem Rad aber auch sicher zu Fuß unterwegs zu sein. Die Polizei leistet dazu bereits langjährig einen großen Beitrag an Schulen, um die jüngsten Verkehrsteilnehmer ab der Grundschule an das Thema Verkehrssicherheit und den sicheren Umgang beispielsweise mit dem Fahrrad heranzuführen.
Dieses Angebot sollte durch geeignete kindgerechte Verkehrsübungsflächen im Bezirk Hamburg-Nord erweitert werden, damit Eltern selbst in ihrer Freizeit mit ihren Kindern üben können.

 

Reine Spielplätze eignen sich offiziell nicht dafür, da das Fahrradfahren auf Spielplätzen nicht zulässig ist auch damit andere spielende Kinder nicht gefährdet werden.

In Hamburg-Nord gibt es beispielsweise Flächen, die als sogenannte „Rollerbahnen“ ausgewiesen sind. Das wären u. a. Flächen in der Duisburgerstr. und am Rittmerskamp in Langenhorn, die als Übungsflächen geeignet wären. Zusätzlich könnten vielleicht auch am Wochenende zugängliche Schulhöfe, wie die Langenhorner Astrid Lindgren Schule am Eberhofweg oder die Schule am Heidberg geeignet sein, um als Fahrradübungsplatz hergerichtet zu werden. Notwendig wäre es jedenfalls, kleine Fahrbahnmarkierungen aufzubringen und auch Verkehrszeichen beispielsweise als Piktogramm. Ebenso müsste ein Ansatz gefunden werden beispielsweise durch Kooperation mit der Polizei, Schulen oder ortsnahen Vereinen, die eine angemessene Betreuung der Fläche gewährleistet.

Petitum:

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt möge

  1. unter Einbindung weiterer zuständiger Fachbehörden prüfen, wo es in Hamburg – Nord geeignete Flächen zur möglichst niedrigschwelligen. kostengünstigen und einfachen Einrichtung von Verkehrsübungsplätzen für Kinder beispielsweise für das Erlernen von Verkehrsregeln beim Radfahren geben könnte und ggf. gemeinsam mit der Polizei beispielsweise unter Hinzuziehung der Verkehrslehrerinnen und -lehrer der „Aktion Verkehrsfuchs“ im Rahmen eins Pilotprojekts an einem dafür geeigneten Ort eine erste kindgerechte Verkehrsübungsfläche einzurichten, die ggf. unaufwändig von einer Schule, Eltern oder einem ortsnahen Verein mitbetreut werden könnte. Als mögliche geeignete Flächen sind dabei unter anderem Marktplatzflächen, Schulhofflächen oder ggf. auch private Parkplatzflächen von Supermärkten im Betracht zu ziehen.
  2. Soweit die Realisierung eines solchen Platzes ausschließlich in die Zuständigkeit einer Fachbehörde auf Landesebene fällt, möge die Vorsitzende der Bezirksversammlung auf diese zugehen, um die entsprechende Realisierung einer Pilotfläche anzuregen.
  3. Dem Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität ist bis Ende Februar 2027 über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.