Bushaltestellen sollen Schutz vor Wind und Wetter bieten. Doch gerade bei hohen Temperaturen können sich Fahrgastunterstände mit transparenten Glasdächern stark aufheizen und bieten kaum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung. Die Fraktionen von SPD, CDU und FDP wollen deshalb den Hitzeschutz an Bushaltestellen in Hamburg-Nord verbessern und haben einen gemeinsamen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht.
Viele Fahrgastunterstände im Bezirk Hamburg-Nord verfügen über transparente Glasdächer. Beispielsweise sind entlang der stark frequentierten Buslinien 37 und 172 zwischen dem Bahnhof Barmbek und dem AK Barmbek fast alle Fahrgastunterstände mit entsprechenden Dächern ausgestattet. Bei intensiver Sonneneinstrahlung bieten diese nur begrenzten Schutz und können dazu führen, dass sich Wartebereich und Sitzflächen erheblich aufheizen. Gerade aufgrund zunehmender Hitzetage sieht die Bezirkskoalition hier Handlungsbedarf. Neben langfristigen Lösungen wie dem Austausch der Dächer oder neuen Unterständen mit Gründächern können auch schon vergleichsweise einfache Maßnahmen wie das Anbringen von Sonnenschutzfolien mittelfristig Abhilfe schaffen.
Mit ihrem Antrag fordern die drei Fraktionen das Bezirksamt deshalb auf, sich gegenüber der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende sowie den zuständigen Betreibern dafür einzusetzen, geeigneten Maßnahmen für einen besseren sommerlichen Hitzeschutz zu prüfen und schrittweise umzusetzen. Über die Fortschritte soll künftig jährlich im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität berichtet werden.

Martina Schenkewitz (SPD), Sprecherin für Gesundheit:
„Hitzeschutz ist in aller Munde und die nächsten Sommer mit extremer Hitzebelastung sind erwartbar. Kern unseres Antrages ist ein besserer Hitzeschutz bei Fahrgastunterständen mit transparenten Dächern. Dies kann durch Austausch oder Nachrüsten mit entsprechenden Folien als Überbrückungsmaßnahme realisiert werden, bis der Senat bis 2041 für die rund 400 neuen Fahrgastunterstände und deren Ausstattung geplant hat. Leider entfällt eine Nachrüstung durch begrünte Dächer aus statischen Gründen. Unser pragmatischer Lösungsansatz kann daher mit geringem Aufwand zum Hitzeschutz beitragen.“

Ralf-Martin Diedrich (CDU), Verkehrspolitischer Sprecher:
„Für uns als CDU ist es besonders wichtig, dass Fahrgastunterstände auch an heißen Tagen Schutz und Komfort bieten. Wenn sich Wartebereiche und Sitzflächen durch transparente Glasdächer stark aufheizen, wird diesem Anspruch nicht ausreichend entsprochen. Deshalb wollen wir prüfen, wie der Hitzeschutz verbessert werden kann. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie Sonnenschutzfolien sollten langfristig auch lichtundurchlässige Dächer beziehungsweise, wo technisch möglich, begrünte Dächer in den Blick genommen werden. Wichtig ist für uns dabei eine schrittweise und pragmatische Umsetzung gemeinsam mit den zuständigen Stellen und Betreibern.“

Lars Jessen (FDP), Sprecher für Klimaschutz und Umwelt:
„Schutz vor widrigem Wetter bedeutet im Sommer auch Schutz vor intensiver Sonne. Gerade hier können einfache und pragmatische Maßnahmen mit überschaubarem Aufwand einen hohen Nutzen für die Fahrgäste schaffen.“

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