Die Bezirkskoalition aus CDU, SPD und FDP möchte die fünf Häuser der Jugend (HdJ) in Hamburg-Nord behutsam weiterentwickeln und stärker als Orte der Begegnung im Quartier nutzen. Dazu soll geprüft werden, an welchen Standorten zusätzliche Angebote für Menschen und Gruppen außerhalb der eigentlichen Zielgruppe möglich sind.
Ob Sportverein, Kulturinitiative, Senior oder eine offene Reparaturwerkstatt: Die Häuser der Jugend könnten Raum für unterschiedliche Aktivitäten bieten und damit neue Begegnungen zwischen Generationen ermöglichen. Erfahrungen aus anderen Hamburger Bezirken, in denen entsprechende Modelle bereits erprobt werden, sollen dabei berücksichtigt werden.
Gleichzeitig stellt die Koalition klar, dass die Kernaufgabe der Häuser der Jugend erhalten bleiben muss. Sie sind in erster Linie Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit und sollen jungen Menschen weiterhin verlässliche Angebote und geschützte Rückzugsräume bieten.
Das Bezirksamt soll bis Januar 2027 berichten, an welchen Standorten bereits entsprechende Angebote stattfinden und welche Möglichkeiten für eine konzeptionelle Weiterentwicklung bestehen.
Katharina Schwarz (CDU), Bezirksabgeordnete: „Wir sollten bei unseren Häusern der Jugend nicht nur in den bestehenden Strukturen denken. Wo Räume vorhanden sind, können sie auch für das Quartier einen echten Mehrwert schaffen. Wenn Jung und Alt, Vereine und Initiativen dort zusammenkommen, stärkt das den Zusammenhalt vor Ort. Entscheidend ist dabei, dass die Kinder und Jugendlichen weiterhin im Mittelpunkt stehen und ihre Räume und Angebote geschützt bleiben.“
Helen Hauser (SPD), Sprecherin für Soziales: „Häuser der Jugend sind markante Identifikationspunkte in den Stadtteilen und freuen sich reger Nutzung. Es ist wichtig, dass für Kinder und Jugendliche auch neben der Schule und Vereinen weitere Orte vorhanden sind, an denen sie ihre Freizeit verbringen können. Daneben haben wir aber immer häufiger das gesellschaftliche Problem, dass generationsübergreifendes Verständnis füreinander abnimmt. Vor diesem Hintergrund sehen wir eine große Chance darin, die Häuser der Jugend weiterzuentwickeln: Als Orte weiterhin für Kinder und Jugendliche, aber angereichert mit geeigneten Angeboten wie beispielsweise Reparaturwerkstätten, so dass sie den generationsübergreifenden Austausch fördern. An einigen Orten in Hamburg funktioniert das bereits. In Hamburg-Nord möchten wir diesen Ansatz jetzt auch gerne testen!“
Konstantin Bonfert (FDP), Sprecher für Soziales: „Die Häuser der Jugend sind gut verankerte Orte in unseren Quartieren – deshalb lohnt es sich zu prüfen, ob dort auch Vereine, Seniorengruppen oder handwerkliche Initiativen Platz finden können. Andere Bezirke zeigen, dass das funktioniert: mehr aus bestehenden Strukturen herausholen, statt neu zu bauen. Eines bleibt dabei klar: Die Häuser der Jugend sind Schutz- und Rückzugsräume für Kinder und Jugendliche. Dass dieser Charakter erhalten bleibt und die Kernaufgaben nicht leiden, ist im Antrag ausdrücklich festgeschrieben – und darauf werden wir bei der Umsetzung gemeinsam achten.“
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