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Gewerbeleerstand aktiv entgegenwirken: Einladung der steg Hamburg (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft)

von Jara Jovanovic, Daniela Kerkow, Michaela Ghetto (SPD), Dr. Clarissa Bohlmann (CDU), Ron Schumacher, Eva Braje (FDP)

Der Leerstand bei Büroimmobilien in Hamburg hat sich in den vergangenen Jahren leicht erhöht. Gleichzeitig sorgen spekulative Neubauten für ein anhaltend hohes Angebot auf dem Markt. Auch im Bereich der Ladenlokale und Einzelhandelsflächen – insbesondere in den Nebenlagen – sind ungenutzte Flächen infolge von Sanierungen oder dem strukturellen Wandel im Konsumverhalten (Online-Handel) vermehrt sichtbar.

Da Leerstand eine selbstverstärkende Wirkung hat (sogenannter „Trading-Down-Effekt“), ist es ratsam, möglichst frühzeitig zu intervenieren. Nur so lässt sich verhindern, dass eine Abwärtsspirale im Quartier entsteht. Ziel muss es sein, den weiteren Anstieg ungenutzter Flächen zu stoppen und bestehende Leerstände nachhaltig zu reaktivieren.

Die steg Hamburg (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft) ist im Bezirk Hamburg-Nord bereits sehr aktiv und hat unter anderem den Gewerbehof „Built in Barmbek“ erfolgreich realisiert. Die Gesellschaft verfügt über ausgewiesene Expertise darin, wie Leerstände baulich und konzeptionell für das Handwerk, für Start-ups sowie für die Kreativwirtschaft nutzbar gemacht werden können.

Der Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung möge beschließen: 

Das Bezirksamt Hamburg-Nord wird gebeten, eine Referentin bzw. einen Referenten der steg Hamburg (Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft) in eine der kommenden Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Digitalisierung einzuladen.

Die Einladung erfolgt mit dem Ziel, über die aktuelle Leerstandssituation im Bezirk Hamburg-Nord zu berichten, gelungene Praxisbeispiele vorzustellen und gemeinsam über innovative Lösungsansätze sowie Konzepte zur Reaktivierung ungenutzter Gewerbe- und Einzelhandelsflächen zu beraten.